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Mosel-Radweg

Radfahren 275 km

Die Velo Tour Moselle in Deutschland

Kaum eine Region in Deutschland wird schon so lange von den Menschen genutzt, wie die zwischen Mosel und Rhein. Davon zeugen allerorts die antiken Hinterlassenschaften der alten Römer und die vielen Städte deren Antlitz von einigen Jahrhunderten Menschheitsgeschichte geprägt ist. Aber nicht nur der Mensch formt die Landschaft hier seit jeher, auch die Natur zeigt sich von ihrer aufregenden Seite. Indem Sie auf 275 km der Mosel von Perl nach Koblenz folgen, können Sie sich von jahrhundertealter Kultur beeindrucken lassen und davon, wie Naturgewalten diese einzigartigen Berge und Täler schufen. Die überwiegend asphaltierten, gut ausgeschilderten Radwege entlang der Windungen des Flusses sind sowohl für Familien, als auch für erfahrene Radwanderer geeignet und die fünf Etappen lassen sich dank der hohen Dichte an Ortschaften beliebig einteilen. Wer nach dieser Tour nicht genug von der Mosel bekommen hat, kann sich zudem an dem dazugehörigen französischen Streckenabschnitt versuchen, der in Metz startet und nach Perl führt.

Streckenverlauf Mosel-Radweg

Höhenprofil Mosel-Radweg

Unser Tour-Vorschlag Mosel-Radweg

Verlauf & Etappen Mosel-Radweg

Ihre Reise beginnt unweit des Dreiländerecks Deutschland-Frankreich-Luxemburg in der charmanten Moselgemeinde Perl. Zwischen Weinbergen, grenzenlosen Gärten und vielerlei historischen Bauten, sowie Relikten aus den Zeiten der Römer können Sie sich hier ideal auf die vielseitige Natur und Kultur an der Mosel einstimmen, bevor Sie sich auf den Weg zum ersten Etappenziel Trier machen. Dazu durchqueren Sie auf insgesamt 50 km ebenso historisch bedeutsame Orte, wie das luxemburgische Remich oder die Gemeinde Nittel, als auch waldige Uferzonen. In der Nähe von Palzem entfernen Sie sich zudem für kurze Zeit von der Mosel um auch zwischen Feldern hindurch Kurs auf die älteste Stadt Deutschlands zu nehmen. Diese erreichen Sie indem Sie einige weitere Örtchen und die Stadt Konz passieren. Das historische Erbe Triers liegt beinahe in der Luft und lädt zum Verweilen und zum Erforschen der Stadt ein. Dazu gibt es dank zahlreicher uralter Sehenswürdigkeiten, sowie einer blühenden Kunst- und Kulturszene unzählige Gelegenheiten. Nennenswerte Ziele sind unter anderem die Porta Nigra, die Konstantinbasilika, die Kaiserthermen, sowie die Galerie Junge Kunst und das Rheinische Landesmuseum.

Zu Beginn der zweiten Etappe wechseln Sie zunächst die Uferseite und verlassen Trier durch ein Industriegebiet. Einen Ort später geht es auf der gewohnten Seite der Mosel und durch überwiegend ebenes Gelände weiter. Der restliche Weg ist wie gewohnt von überaus sehenswerten Ortschaften geprägt. Darunter das zauberhafte SchweichTrittenheim und Leiwen, sowie das über 1.400 Jahre alte Brauneberg. Auf den 67 km dieser Etappe sind die Hänge der imposanten Weinberge, sowie die zahlreichen Weingüter, die allgegenwärtig mit einem Gläschen locken, Ihre ständigen Begleiter. Um das nächste Etappenziel Bernkastel-Kues nicht zu spät und vor allem heil zu erreichen, empfiehlt es sich jedoch, früh am Tage zu starten und nicht an jeder Weinverkostung teilzunehmen. Die Stadt, deren Gebiet bereits 3.000 Jahre v. Chr. besiedelt wurde, begrüßt Sie anschließend mit offenen Armen und einem mannigfaltigen Kulturangebot. Dabei haben Sie die Wahl zwischen Weinmuseum und Oldtimer-MuseumBurg Landshut und Kloster MachernMoselbad oder Minigolf.

Nach diesem abwechslungsreichen Aufenthalt in Bernkastel-Kues schwingen Sie sich nun wieder auf das Velo, um das 42 km entfernte Zell anzupeilen. Zwischen Kindel und Trarbach erwartet Sie die nächste Mosel-Schleife, die einen idealen Ort zur Rast und ein eindrucksvolles Panorama bietet. Auf den weiteren Kilometern ist diese Schleife nicht die letzte. Die Nachfolgende umrundet den Ort Barl. Dazwischen bringt Sie ihre Route durch zunehmend waldige Gebiete, die dem Mosel-Radweg hier eine besonders idyllische Ausstrahlung verleihen. In Zell angekommen, lohnt es sich, entweder das Heimatmuseum zu besuchen oder eine Wanderung zu Fuß zum Collis-Turm zu wagen, von welchem aus man einen sagenhaften Blick auf Zell und das umliegende Moseltal hat.

Die nächste Etappe bringt Sie und Ihren Drahtesel über 45 km nach Treis-Karden. Auf diesem Abschnitt befinden sich wie gehabt zahlreiche Orte und Sehenswürdigkeiten, die es zu bestaunen gilt. Allen voran die Klosterruine Stuben an der nächsten Fluss-Schleife. Vorbei am Rieber Berg und der Burg Metternich radeln Sie nun nach Fankel und dann weiter in das benachbarte Ernst, welches die Promenade der nächsten Schleife schmückt. Im weiteren Verlauf entfernt sich der Radweg kurzzeitig von der Zivilisation. Nahe des Naturschutzgebietes Pommerheld können Sie so auf Ihrer Fahrt ganz eins mit der Natur sein. Schließlich werden Sie für Ihre heutigen Anstrengungen mit einem Aufenthalt im beschaulichen Treis-Karden belohnt. Besuchen Sie hier entweder die zahlreichen Winzer, die saisonal ihre traditionsreichen Produkte anbieten oder den nahegelegenen Archäologiepark auf dem Martberg.

Auf der letzten und kürzesten Etappe, die insgesamt 40 km zählt, fahren Sie zunächst vorbei an der Schleuse Müden, bevor Sie anschließend Moselkern erreichen. Hier lohnt es sich, dem Grafen und der Gräfin Eltz auf ihrer gleichnamigen, herausragenden Burg einen Besuch abzustatten. Auch die mittelalterliche Burg Thurant bei Alken und das Wasserschloss von der Leyen in Kobern-Gondorf sind Ausflugsziele, die einen Abstecher von der eigentlichen Route wert sind. Bei Dieblich begegnen Sie nun der letzten Mosel-Schleife auf Ihrem Weg, bevor Sie Winningen passieren und kurz darauf in Koblenz ankommen. Gönnen Sie sich zum Abschluss des Mosel-Radweges ruhig einen Tag mehr in der viertgrößten Stadt Rheinland-Pfalz’. Sie dankt es Ihnen mit unzähligen Touristenattraktionen und Freizeitaktivitäten. Neben der wunderschönen Altstadt finden Sie hier das beeindruckende Forum Confluentes, das klassizistische Kurfürstliche Schloss, sowie die Seilbahn Koblenz, die Ihnen einen etwas anderen Ausblick auf den Rhein gewährt. Zum Ausklang des Tages und Ihrer Reise wird es dann Zeit, sich von der Mosel zu verabschieden, was wohl nirgends besser geht, als am Deutschen Eck.

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