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Siebenstern-Tour

Radfahren 155 km

Das Fichtelgebirge von seiner schönsten Seite

Das Fichtelgebirge im Nordosten Bayerns faszinierte bereits Goethe und Humboldt und was unsere großen Dichter und Denker anspricht, kann für den Radwanderer von heute genauso aufregend und staunenswert sein. Deshalb legen wir Ihnen in den folgenden Zeilen die Siebenstern-Tour ans Herz, die ihren Namen der hier weit verbreiteten, zierlichen Pflanze verdankt. Entdecken Sie die einzigartigen Naturräume dieses Mittelgebirges auf vier Tagesetappen, die zusammen circa 155 km zählen, individuell planbar sind und SIe von Marktredwitz über Bischofsgrün, Schwarzenbach und Selb zurück zum Ausgangsort bringen. Aufgrund des einen oder anderen Anstiegs kann es nicht schaden, wenn Sie neben einem geeigneten Velo etwas Ausdauer im Gepäck haben.

Streckenverlauf Siebenstern-Tour

Höhenprofil Siebenstern-Tour

Unser Tour-Vorschlag Siebenstern-Tour

Verlauf & Etappen Siebenstern-Tour

Bevor Sie die Stadt über ihre westlichen Tore verlassen, sollten Sie Marktredwitz für ein paar Stunden genauer erkunden. Es lohnt sich. In den über 800 Jahren, die sie schon besteht, hat sie so manch Sehenswertes hervorgebracht, darunter eine malerische Altstadt, eine Vielzahl an Kirchen und natürlich Ausflugsziele, wie das Egerland-Kulturhaus mit Kunstgalerie und wechselnden Ausstellungen, das Schloss Brand und das Naturfreibad am Ufer des Kössein. Auch das Marktredwitzer Tor ist noch einen Abstecher wert, bevor Sie losfahren. Sie radeln nun nach Nordwesten und treffen bald auf die Röslau, die Ihnen den Weg nach Wunsiedel weißt, wo sich ein Besuch im Fichtelgebirgsmuseum und im Greifvogelpark empfiehlt. Dann geht es nach Südwesten, wo Sie schon bald zum Luisenburg-Felsenlabyrinth kommen. Von hier aus geht es weiter durch den Tröstauer Forst, um anschließend am Nagler See, den Prinzenfelsen und dem Fahrzeugmuseum in Fichtelberg vorbei nach Bischofsgrün zu fahren. Auf diesem Weg haben Sie des Weiteren die Möglichkeit, einen Ziplinepark und ein Freilandmuseum zu besuchen.

Hier in dem kleinen Ort zu Füßen des 1024 m hohen Ochsenkopf, finden Sie einen Märchenwanderweg, den Weißen Main, ein Freibad und einen Natur-Kurpark, in dem es sich hervorragend picknicken und entspannen lässt. Vorbei an der Helenenquelle und über den Kroppenbach hinweg geht es nun nach Norden. Dabei passieren Sie unter anderem den Weißenstädter See, das Granitlabyrinth bei Kirchenlamitz und die Förmitztalsperre. Nach ein paar weiteren Tritten in die Pedale, die Sie hauptsächlich zwischen Wiesen und Feldern entlang führen, gelangen Sie nach Schwarzenbach.

Die Stadt an der Saale weiß zum Beispiel mit einem Traktormuseum oder dem Erika-Fuchs-Haus, einem Museum für Comics, groß und klein zu begeistern, aber auch Ziele wie die Gedenkstätte Langer Gang, Veranstaltungen wie das traditionelle Wiesenfest und natürlich die herzlichen Bewohner sprechen für den kleinen Ort. Für die nächste Etappe schwingen Sie sich abermals auf Ihr Rad und fahren nach Osten. So treffen Sie bald auf die Schwesnitz, der Sie bis nach Rehau folgen. Hier lohnt sich direkt eine kleine Rast mit Besuch im Kunsthaus oder im Freibad. Unweit der deutsch-tschechischen Grenze, fahren Sie nach Süden und kommen so über Schönwald, das seinem Namen alle Ehre macht, in Ihr heutiges Etappenziel Selb.

Am besten entdeckt man die Porzellanstadt an der tschechischen Grenze, indem man dem Roten Faden folgt, der die schönsten und interessantesten Sehenswürdigkeiten verbindet. So kommen Sie bei einem Stadtrundgang ganz automatisch zu Zielen wie dem Rosenthal-Theater, dem mit informativem Porzellan geschmückten Welzel-Haus, der Stadtkirche St. Andreas und dem einmaligen Porzellangässchen. Nach so viel Keramik und Geschichte läuten Sie die letzte, rund 40 km lange Etappe ein, indem Sie einen Schlenker gen Osten machen, der Sie aus der Stadt hinaus, zur Grenze und im hohen Bogen zurück in die Stadt hinein führt. Der Abstecher lohnt sich allerdings. Nur so kommen Sie in den Genuss, das Häuselloh, die hiesige Moorlandschaft, mit all seinen Teichen, dem Schausteinbruch und dem ehemaligen Forsthaus zu erkunden. Anschließend oder alternativ verlassen Sie Selb im Süden der Stadt und durchqueren den Selber Forst und radeln dann an den Ufern der Eger entlang durch den Kaiserhammer Forst. So kommen Sie nach Hohenberg, wo Ihnen eine kleine Pause mit Besuch auf der Burg oder im Porzellanikon gut tun wird. Sobald Sie weiterfahren treffen Sie auf eine alte Bekannte, die Röslau begleitet Sie nun auf den letzten Kilometern Ihrer Tour, die Sie durch das charmante Arzberg, vorbei am Feisnitzspeicher und letztlich zurück nach Marktredwitz lotsen, wo Ihre Reise begann.

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