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Neuseenland-Radroute

Radfahren 95 km

Durch die Seenlandschaft vor den Toren Leipzigs

“In der Kürze liegt die Würze” oder “Klein, aber oho”. Viele Redensarten machen klar, dass Gutes nicht immer groß sein muss. Kaum ein Radweg stellt diese Tatsache so gut unter Beweis, wie die 95 km lange Neuseenland-Radroute, die auf zwei regulären Etappen durch das Leipziger Neuseenland führt. Start und Ziel ist dabei das wunderschöne Markkleeberg. Highlights sind die weiten Ufer der zahlreichen, tiefblauen Seen, die Geschichte der sympathischen, sächsischen Städte und nicht zuletzt das pure Raderlebnis, das aufgrund der ebenen Strecke bestens für Einsteiger und Familien geeignet ist.

Streckenverlauf Neuseenland-Radroute

Höhenprofil Neuseenland-Radroute

Verlauf & Etappen Neuseenland-Radroute

 

Von Markkleeberg aus geht es los in südöstliche Richtung. Zuvor aber sollten Sie sich einige empfehlenswerte Adressen vor Ort ansehen. Zum Beispiel das  Weiße Haus  im  agra-Park , die beinahe märchenhafte  Kirchenruine Wachau  oder den einmaligen  Wasserturm , der Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts die Bewohner der Stadt mit Trinkwasser versorgte. Aber auch für kleine und große Abenteurer hat die schöne Stadt bei Leipzig etwas zu bieten. Sie haben die Wahl zwischen Europas modernster Wildwasseranlage; dem  Kanupark , dem  Modellbaupark Auenhain  und einem  Kletterpark . Wem der Sinn nach Kultur steht, dem sei das  Deutsche Fotomuseum  ans Herz gelegt. Wer sich wiederum zur Genüge mit dem zauberhaften Markkleeberg vertraut gemacht hat, der bricht auf und steuert zunächst, vorbei am Markkleeberger See, Güldengossa an. Von hier aus geht es unweit des Störmthaler Sees weiter, an dessen Ufern das  Highfield Festival  stattfindet und auf dem die Kunstinstallation  Vineta  schwimmt. Sie radeln dann über Pötzschau und Kömmlitz und dabei stetig zwischen Feldern und Wiesen. Anschließend fahren Sie nach Süden und gelangen so nach Thierbach. Hier lohnt sich ein kleiner Abstecher zum  Aussichtsturm  auf der Hochhalde Trages. Nach einer angemessenen Verschnaufpause mit grandiosem Ausblick passieren Sie und Ihr Velo dann die Orte Kitzscher und Eula, bevor Sie zum Haubitzer See kommen. Gleich nebenan liegt das Speicherbecken Witznitz, dessen Ufer Sie nach Borna geleiten. Das charmante Örtchen lädt zu einem Stadtspaziergang oder einem  Museumsbesuch  ein, bevor es Sie in Richtung des gleichnamigen Speicherbeckens verabschiedet. Dieses umrunden Sie einmal etwa zur Hälfte, durchqueren dabei das verschlafene Deutzen und kommen letztlich in Ihrem Zwischenziel Regis-Breitingen an.

Die über 800 Jahre alte Stadt liegt an der Pleiße und der Grenze zu Thüringen. Hier verkehrt die  Museumsbahn , die einst als Kohlebahn zwischen Meuselwitz, Haselbach und Regis-Breitingen fuhr. Daneben beeindruckt die Stadt vor allem mit einer Idylle, die ihresgleichen sucht, einer ausgeprägten Gastfreundschaft und nicht zu vergessen mit einem  Freibad . Nach einer gelungenen Auszeit schwingen Sie sich wieder auf Ihr Rad und nehmen Kurs auf den Haselbacher See, von dem Sie sich bei Wildenhain wieder verabschieden. Bei Hagenest überqueren Sie dann die Grenze nach Thüringen, wo Sie zuallererst Lucka an der Schnauder erreichen. Das Örtchen ist besonders stolz auf seine rund 600 Jahre alte Kirche  St. Pankratius  und auf das  Heimatmuseum . Zurück in Sachsen zieht es Sie entlang der Schnauder, vorbei am Groitzscher See nach Norden. So kommen Sie nach Drosskau, zum Großstolpener See und nach Groitzsch. Nehmen Sie sich ruhig etwas Zeit und erkunden Sie die Stadt. Zu sehen gibt es neben einem historischen  Wasserturm , die alte  Stadtmühle  und die Überreste der  Wiprechtsburg . Auch die benachbarte Stadt Pegau, die Sie anschließend durchqueren, hält für ihre Besucher ein  Museum , das technische Denkmal der  Ziegelei  und ein  Schloss  bereit. Sie folgen von nun an der Weißen Elster, die Ihnen den Weg zum Zwenkauer See und nach Knautnaundorf weist. Hier wartet auch schon das  Abenteuer Reich Belantis  auf Sie und Ihre Mitreisenden. Zwischen dem vertrockneten Elsterstausee Bösdorf und der Bistumshöhe führt die Route zum Cospudener See und an dessen östlichen Ufern zurück nach Markkleeberg, wo Sie versäumtes Sightseeing und etwas Kultur nachholen, sowie Ihre kleine Rundreise ausklingen lassen können.

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