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Havel-Radweg

Radfahren 388 km

Entdecken Sie die Schätze zwischen Müritz und Elbe

Auf 334 km fließt die Havel durch insgesamt drei Bundesländer und die Hauptstadt Berlin. Sie können sie dabei begleiten. Es empfiehlt sich, diese Unternehmung mit dem geliebten Drahtesel anzugehen. So durchqueren Sie auf 388 km Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt und lernen den längsten rechtsseitigen Nebenfluss der Elbe inklusive seiner abwechslungsreichen und beeindruckenden Umgebung kennen. Die vielen sympathischen Ortschaften und die einzigartige Natur an den Ufern der Havel lassen sich auf sechs individuell planbaren Etappen zwischen Ankershagen und Gnevsdorf entdecken, die gut ausgeschildert und mit einem leichten bis mittleren Schwierigkeitsgrad auch für Familien geeignet sind.

Streckenverlauf Havel-Radweg

Höhenprofil Havel-Radweg

Unser Tour-Vorschlag Havel-Radweg

Verlauf & Etappen Havel-Radweg

Sie starten Ihre Radtour unweit der Müritz, dem zweitgrößten See Deutschlands. Der dazugehörige Nationalpark ist selbst die eine oder andere Wanderung und auch einen längeren Aufenthalt wert. Das kleine Ankershagen, wo Sie die Reise angehen, bietet Ihnen die Möglichkeit, das Heinrich-Schliemann-Museum zu besuchen, dessen Pforten ein mächtiges trojanisches Pferd bewacht, oder direkt zu der Quelle der Havel aufzubrechen. Von hier aus führt es Sie auf knapp 60 Kilometern nach Fürstenberg. Zuvor jedoch fahren Sie durch die hübschen Orte Kratzeburg, Kakeldütt und Wesenberg. Natürlich entgeht Ihnen unterwegs die zauberhafte, durch die Eiszeit geprägte Landschaft nicht, die mit Ihren vielen Bächen und Seen zu einem Sprung ins kühle Nass oder einer Kanutour einlädt. Kurz hinter Strasen, das weiter südlich liegt, überqueren Sie die Grenze nach Brandenburg und erreichen Ihr heutiges Ziel, indem Sie wenige Kilometer weiter nach Osten radeln.

Die vom Wasser umgebene, bei Touristen beliebte Stadt Fürstenberg besticht einerseits mit ihrer Nähe zur Natur, andererseits auch mit sehenswerten Ausflugsziele, wie dem barocken Schloss, dem Havelpark, der Eisenbahnfähre und der Gedenkstätte Ravensbrück. Sie verlassen den Ort anschließend gen Süden über Himmelpfort, wo sich auch das Postamt des Weihnachtsmannes befindet und entfernen sich nun zunehmend von größeren Orten, tauchen dafür aber in dichte, grüne Wälder ein, deren romantische Lichtungen einen märchenhaften Kontrast zur bisherigen Seenlandschaft darstellen. Kurz vor Zehdenick kreuzt der Ziegeleipark Mildenberg Ihren Weg, der Ihnen und eventuell der Familie ein paar schöne Stunden verspricht. Nach Liebenwalde und dem Grabowsee kommen Sie letztlich im Etappenziel Oranienburg an.

Neben Highlights wie dem imposanten Schloss mit eigener Orangerie, der TURM ErlebnisCity und dem Kreismuseum Oberhavel, können Sie auch hier mit Sachsenhausen eine Gedenkstätte besuchen. Im Anschluss beginnt Etappe drei mit einem Ritt durch die Stolper Heide. Es schließt sich dann eine Fahrt durch Berlin Spandau an, die ungewohnt fernab der Natur für etwas Abwechslung sorgt. Wer sie noch nicht kennt, sollte bei dieser Gelegenheit unbedingt die Zitadelle Spandau besichtigen, bevor es mit der Fähre über den Wannsee geht. Nach einer Durchquerung des Düppeler Forstes und des Volksparks Klein-Glienicke erreichen Sie auch schon Potsdam, wo die heutige Etappe nach insgesamt 66 km endet.

Sie entern die Hauptstadt Brandenburgs, indem Sie die durch Agentenaustausche berühmte Glienicker Brücke überqueren. Drüben angekommen bietet Ihnen die Großstadt zahlreiche Möglichkeiten zur Gestaltung ihrer Zeit. Unter anderem können Sie den Filmpark Babelsberg, das Schloss Sanssouci, das Museum Barberini, das Hans Otto Theater oder eine der vielen anderen Sehenswürdigkeiten besuchen und sich so Ihren Aufenthalt versüßen. Vorbei am Templiner See geht es weiter nach Werder. Die charmante Stadt, deren Kern auf einer Insel liegt, ist bekannt für und stolz auf ihre langjährige Tradition des Baumblütenfestes, welches Sie sich unter keinen Umständen entgehen lassen sollten. Die Havel weist Ihnen nun den Weg nach Norden und dann gen Westen, wobei die Umgebung zusehends lichter und menschenleerer wird, bis Sie letztlich in Brandenburg an der Havel landen.

Der über 1.000 Jahre alte Ort fasziniert seine Besucher mit einer reichen und vor allem vielfältigen Kirchenlandschaft sowie dem Industriemuseum, einem Slawendorf und einem großartigen Theater. Die folgenden Kilometer führen zunächst vorbei am einladenden Breitlingsee und in das kleine Kirchmöser. Sie radeln dann in nordöstliche Richtung über Wiesen und Felder sowie das überschaubare Örtchen Milow nach Premnitz, wo eine kleine Pause inklusive Besichtigung der Kernstadt nicht schaden kann. Sie verabschieden sich dann von der Stadt voller Energie um wenig später in Rathenow anzukommen.

Hier sollten Sie keineswegs das Optik Industrie Museum unbesucht lassen. Auch ein Abstecher zum Kurfürstendenkmal, zum Minigolfplatz und zum Kulturzentrum der Stadt sei Ihnen ans Herz gelegt. Tanken Sie Kraft und machen Sie sich dann auf den Weg, die letzte Etappe des Havel-Radweges zu bezwingen. Diese läuten Sie mit einigen Kilometern durch die saftig grünen Auen der Havel ein, bevor Sie unter dichtem Blätterdach die Grenze nach Sachsen-Anhalt überqueren. Über einige Dörfer, wie Warnau und Garz, von wo aus es nicht weit zum Kunsthaus Strodehne ist, gelangen Sie nach Havelberg. Die kleine Hansestadt eignet sich hervorragend für eine letzte Rast auf Ihrer Reise und hält für Sie Sehenswürdigkeiten wie das Haus der Flüsse, den romanischen Dom, einen Wasserturm und die bezaubernde Stadtinsel bereit. Von hier aus ist es nun nicht mehr weit bis zum finalen Ziel Gnevsdorf. Mit der Elbe zur Linken und der Havel zur Rechten fahren Sie noch ein kleines Stück nach Norden, bis sich die beiden Flüsse dort begegnen und die Havel, von der Sie nun Abschied nehmen müssen, in den drittlängsten Fluss Deutschlands mündet.

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feuchtfröhlich um die Hauptstadt

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Abwechslungsreich und Sehenswert

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Von der Hauptstadt bis nach Leibzsch

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