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Freudenthalweg

Wandern 153 km

Auf den Spuren der Heide-Dichter

Die Pläne für diesen besonderen Wanderweg durch die märchenhafte Lüneburger Heide gab es schon 1928. Somit ist die 153 km lange Route einer der ältesten Wanderwege in dieser Region und die beste Möglichkeit, die charakteristische Schönheit der Gegend per pedes kennenzulernen. Die sieben Etappen zwischen Hamburg-Harburg und Verden führen Sie durch den schönsten Teil Niedersachsens und enthalten Ihnen dabei keine Kostbarkeiten vor. Da der Deutsche Wanderverband die Strecke als schwer einstuft, sollten Sie jedoch festes Schuhwerk und etwas Ausdauer mitbringen.

Streckenverlauf Freudenthalweg

Höhenprofil Freudenthalweg

Unser Tour-Vorschlag Freudenthalweg

Verlauf & Etappen Freudenthalweg

Im Hamburger Stadtteil Harburg beginnt Ihre Reise. Bevor Sie starten, kann ein längerer Aufenthalt in der zweitgrößten Stadt Deutschlands natürlich nicht schaden. Da die Vielfalt der Sehenswürdigkeiten Hamburgs ihresgleichen sucht, seien an dieser Stelle lediglich die Speicherstadt (der größte, historische Lagerhauskomplex der Welt), die Reeperbahn und die imposante Elbphilharmonie genannt. In Harburg selbst besuchen Sie am besten die Alte Elbbrücke, den Binnenhafen, das Electrum oder die Phoenix-Hallen, in denen Sie die Sammlung Falckenberg finden. Nach ausgiebigem Sightseeing kann die Wanderung starten, die Sie auf der ersten Etappe über Tötensen und Klecken nach Süden führt. Ebenfalls kommen Sie auf diesem rund 27 km langen Streckenabschnitt durch dichte Mischwälder und am Hünengrab Kleckerwald vorbei. Einige Dörfer und einen Golf Club später kommen Sie dann in Ihrem heutigen Ziel Seppensen an.

Während Ihres Aufenthalts sollten Sie neben etwas Kraft auch Erlebnisse sammeln. Dies gelingt besonders gut bei einem Spaziergang durch den Ort, bei dem Sie an der Holmer Mühle, am Museumsdorf und auch am Schmetterlingspark vorbeikommen. Durch das Büsenbachtal und vorbei am “Pferdekopf” geht es nun direkt hinein in die wunderschöne Lüneburger Heide. Ihr Weg führt Sie nach Südosten und kurzzeitig entlang der Seeve. Bis zum Wilseder Berg ist die Route überwiegend waldig und weit von größeren Orten entfernt. Auch Ihr heutiges Etappenziel Wilsede ist wahrlich keine Metropole, bietet jedoch den perfekten Kontrast zum Startpunkt dieser Wanderung.

Wer in und um das 46 Seelen zählende Örtchen noch etwas sehen möchte, der besteigt den Wilseder Berg im Westen oder besucht Hannibals Grab im Osten, bevor er die Füße im Wilseder Bach badet oder im Ort zur Ruhe kommt. Am kommenden Tag erwartet Sie die mit circa 18 km kürzeste Etappe. Wälder wechseln sich mit von Heidekraut überzogenen Wiesen ab und auch finden sich wieder kleinere Ortschaften am Weg. Highlights auf diesem Abschnitt sind der Totengrund und die friedlich plätschernde Haverbeeke.

Im heutigen Etappenziel Schneverdingen haben Sie nun die Wahl zwischen einem Abstecher zur absolut außergewöhnlichen Eine-Welt-Kirche, einem Besuch im Heimatmuseum, einen Bummel durch den Hochzeitswald, einer Abkühlung im Quellenbad oder einem Abenteuer im Kletterpark. Im Anschluss geht es über das Böhmetal, sowie die Orte Heber und Wolterdingen an die Ufer der Böhme, die Sie von hier aus nach Soltau lotst.

Neben dem allseits bekannten Freizeitpark, dem Heidepark Soltau, gibt es noch weitere nennenswerte Möglichkeiten für Tagesausflüge. Hier finden Sie das Ehbläcksmoor, den Wacholderpark und diverse historische Kirchen im Ortskern, sowie das Spielmuseum und die Filzwelt. Die Böhme begleitet Sie nun noch aus dem Ort und entlässt Sie kurzzeitig in südwestliche Richtung. Kurz vor Dorfmark treffen Sie sich wieder. Seite an Seite durchqueren Sie den Ort, verabschieden sich nur kurz voneinander, um einen Sprung ins kühle Nass im Strandbad mitzunehmen und bewältigen dann die restliche Etappe bis nach Bad Fallingbostel.

Vor der Weiterreise können Sie die Zeit nutzen, um die Schönheiten des über 1.000 Jahre alten Ortes zu entdecken. Dazu zählen der Megalithpark, der abwechslungsreiche Kurpark, das Freibad und nicht zu vergessen das Archäologische Museum. Anschließend nimmt die Strecke eine ungewohnte Wendung. Sie wandern nun nach Westen und folgen dabei wieder der Böhme. Nach einem Bogen vorbei am Wacholderhain und Lönsheide kommen Sie so zunächst nach Walsrode, wo Sie sich um jeden Preis das Heidemuseum und den nördlich gelegenen Weltvogelpark anschauen sollten. Sie wandern dann weiter durch das Grundlose Moor und kehren letztlich in Sieverdingen ein.

Am nächsten Tag läuten Sie die letzte 22 km lange Etappe mit einem Spaziergang durch den Wald und durch das Verdener Moor ein. Die Umgebung bleibt auf dem Rest der Strecke gewohnt ruhig und menschenleer. Sie durchqueren nur noch wenige Orte und dafür umso mehr Wald, um letztlich in Ihrem finalen Ziel anzukommen. In der Reiterstadt Verden wurde dem stattlichen Reittier mit dem Deutschen Pferdemuseum ein ganz besonderes Denkmal gesetzt. Der Dom gilt als Wahrzeichen der Stadt und von hier aus können Sie weitere Sehenswürdigkeiten, wie das Domherrenhaus, den Magic Park, das Verwell Erlebnisbad oder das John-Lennon-Denkmal besichtigen. So können Sie sich sicher sein, dass Sie den Freudenthalweg mit einem ereignisreichen Finale beenden, das Ihnen noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

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