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Benediktweg

Radfahren 239 km

Pilgerreise auf den Spuren des Papstes

Im Chiemgau in Bayern finden sich neben traumhaft schönen, wanderbaren Landschaften auch einige Wohn- und Wirkungsorte von Joseph Ratzinger, der zwischen 2005 und 2013 unter dem Namen Benedikt XVI. als Papst das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche stellte. Ihm zu Ehren führt seit 2005 ein Rundwanderweg durch diese fantastische Kulturlandschaft, auf dem Wanderer per pedes oder auf dem Drahtesel rund 239 km Bayerns hautnah und unverwechselbar erleben können. Dabei liegt sowohl Start als auch Ziel in Altötting.

Streckenverlauf Benediktweg

Höhenprofil Benediktweg

Verlauf & Etappen Benediktweg

Nachdem Sie die Gnadenkapelle, die Schatzkammer und die Dioramenschau in Altötting besichtigt haben radeln Sie nach Norden los und passieren dabei sogleich Neuötting und den Inn, um diesem dann gen Osten zu folgen. Bei Marktl, dem Geburtsort des ehemaligen Papstes, überqueren Sie den Fluss ein zweites Mal und fahren dann durch den Wald nach Süden. Bei Burghausen an den Ufern der Salzach lohnt sich eine Rast oder ein Aufstieg zur Burg. Weiter geht es dann mit einem Ritt über die Felder und vorbei an einigen Höfen nach Südwesten, sowie am Leitgeringer See, bis Sie schließlich Ihre heutiges Ziel Tittmoning erreichen.

Die  über 1.000 Jahre alte Stadt fügt sich perfekt in die typisch bayerische Burgen- und Kirchenlandschaft ein und verzaubert mit ihren großartigen Sehenswürdigkeiten jeden Besucher. So finden Sie am Ponlachgraben die Burg Tittmoning und unweit des Stadtplatzes die einzigartige Allerheiligenkirche. Diese Ziele sollten Sie auf jeden Fall besucht haben, bevor Sie sich von der deutsch-österreichischen Grenze entfernen und die mit 55 km kürzeste Etappe meistern, indem Sie am Tachinger und am Waginger See vorbeifahren, die beide zu abwechslungsreichen Freizeitspaß einladen. Der weitere Verlauf der Route führt unter freiem Himmel durch zahlreiche kleine Ortschaften und nach Traunstein, das Herz des Chiemgaus.  Hier führt kaum ein Weg an dem Hofbräuhaus, der Städtischen Galerie oder dem urigen Heimathaus vorbei. Wer sich keine Pause oder etwas Sightseeing gönnen möchte, zieht weiter nach Norden und erreicht so bald schon den Chiemsee und somit das nächste Zwischenziel Seebruck.

Hier, wo die Alz den Chiemsee verlässt, ist der ideale Ort für ein oder zwei Tage der Entspannung. Zudem sollte man Seebruck als Ausgangsort für diverse Freizeitaktivitäten an den Ufern des drittgrößten Sees Deutschlands nutzen. So empfiehlt sich ein Besuch im Strandbad, ein kleiner Segeltörn oder ein Ausflug auf die Herreninsel und zum dortigen Neuen Schloss, welches 1878 nach dem Vorbild von Versailles erbaut wurde. Anschließend schwingen Sie sich wieder auf Ihr Rad und fahren in einem Bogen nach Westen und vorbei am Hartsee und am Pelhamer See. Die folgenden Kilometer sind von weiten Wiesen und Feldern, kleinen bewaldeten Gebieten, aber auch von vielen charmanten Dörfchen geprägt, die Sie gerne willkommen heißen, bis Sie nach Amerang kommen, das als Dorf mit drei Museen das einzige seiner Art in Bayern ist. Kurvig gestaltet sich die restliche Etappe, bis Sie in Wasserburg landen, wo Sie heute einkehren.

Die Stadt, in der Sie auch dem Inn wieder begegnen, der hier eine enge Schleife um die hübsche Altstadt zieht, lebt von einer vielfältigen Theater- und Kabarettszene. Aber auch Musik wird hier groß geschrieben. Wer sich während seines Aufenthaltes historisch weiterbilden möchte, besucht am besten das Museum. Nachdem Sie den malerischen Ort kennen und lieben gelernt haben, kehren Sie ihm den Rücken zu und radeln nach Norden. Der Inn weist Ihnen nun den Weg, der für kurze Zeit etwas abgeschiedener wird und Sie auf einen Abstecher nach Aschau einlädt, bevor Sie nach Waldkraiburg kommen, wo Sie sich das Haus der Kultur ansehen sollten. Zwischen Innwerkkanal und Inn brechen Sie schließlich zum Endspurt auf. Über Mühldorf, Polling und Tüßling fahren Sie nach Osten und lassen sich dann vom geruhsam plätschernden Mörnbach direkt zurück nach Altötting navigieren, wo Ihre Radreise auf dem Benediktweg ihr Ende findet.

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